Hasso Plattner: Visionär mit mutigem Ziel

Was uns prägt – Geschichten aus zehn Jahren HPF
Hasso Plattner: Visionär mit mutigem Ziel

Unser Stifter

Hasso Plattner ist ein Gründer aus Leidenschaft. Gemeinsam mit seinen Mitbegründern von SAP prägte er den Markt für modernes Enterprise Resource Planning (ERP) – das Rückgrat der modernen globalen Wirtschaft. Seine Ambitionen gehen jedoch weit über den technologischen Bereich hinaus. Sein Einsatz für Innovation und Zugang zu Bildung wird von seinem Wunsch getrieben, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

  • Hasso Plattner, Credit: Wolfram Scheible

Für Hasso Plattner ist Bildung der Schlüssel zum Erfolg. Die Teilhabe an einem kostenlosen Bildungssystem hat sein Leben maßgeblich geprägt. 2015 entschied er, durch Gründung der Hasso Plattner Foundation etwas zurückzugeben. Der Stiftungszweck? Heutige und künftige Generationen auszubilden und zu inspirieren.  

Anlässlich des 10. Jubiläums der Stiftung im Dezember 2025 stellen wir die Menschen und Projekte vor, die unser Ökosystem prägen. Wofür begeistern sie sich? Was treibt sie an? Vor welchen Herausforderungen stehen sie? Und welche mutigen Visionen haben sie für die Zukunft?

Hasso Plattners Unternehmergeist und sein Streben nach Exzellenz wurden zu Grundpfeilern der Stiftungsprojekte, die sich auf drei Kernbereiche konzentrieren: Wissenschaft & Bildung, Soziales & Naturschutz sowie Kunst & Kultur. Innovation bedeutet für uns, Durchbrüche zu erzielen – aber auch einen Beitrag zu leisten, der Bestand hat.

  • Hasso Plattner, Foto: HPI/Kay Herschelmann

Warum rückte Potsdam in den Mittelpunkt seines Schaffens?

Geboren im Berliner Grunewald gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, prägte Hasso Plattners Vater früh dessen Weltbild: Er öffnete ihm den Blick für neue Ideen und fuhr mit ihm oft im Boot nach Potsdam. Der Kalte Krieg schnitt ihn später für viele Jahre von der Stadt ab. Als Plattner nach dem Fall der Mauer erstmals zurückkehrte, bestieg er den Brauhausberg – und fand das einst berühmte Zentrum für Kunst und Wissenschaft stark verändert.

In diesem Moment entstand eine Idee: Potsdam sollte eine Universität nach Vorbild der renommiertesten amerikanischen Hochschulen erhalten. Beim Abstieg jedoch stieß er auf ein Schild zur bereits bestehenden Universität Potsdam. Als er seine Vision mit dem damaligen Ministerpräsidenten Manfred Stolpe teilte, schlug dieser einen kleineren Anfang vor – in Form eines angegliederten Instituts. So wurde das Hasso-Plattner-Institut (HPI) gegründet.

Plattner ist bis heute ein Verfechter des öffentlich finanzierten Hochschulsystems in Deutschland, das ihm – wie vielen anderen – Zugang zu exzellenter Bildung verschaffte. Zugleich wollte er aber mit den besten Universitäten der Welt konkurrieren und ein Spitzenfach im Bereich der Informationstechnologie etablieren. Heute betrachtet er das HPI als seine zweitgrößte berufliche Leistung – nach SAP.

  • Hasso Plattner, Credit: Kay Herschelmann

Innovation braucht einen Hub – und den bekommt Europa in der Stadt Potsdam.

Zusammen mit dem Land Brandenburg und der University of Potsdam (UP) haben wir am 2. Juni 2025 eine strategische Partnerschaft bekannt gegeben, um Potsdam als Wissenschaftsstandort zu positionieren und die digitale Souveränität Europas zu stärken.

Bis 2035 wird die Universität einen neuen Campus am historischen Standort des Brauhausbergs im Herzen von Potsdam erhalten, während das Hasso Plattner Institute (HPI) den Campus Griebnitzsee für seine exzellente Forschung und Lehre weiter ausbauen wird.

"Mit dem neuen Campus am Brauhausberg rückt die Universität Potsdam ins Herz der Stadt – räumlich wie symbolisch. Zugleich erweitern wir das Hasso-Plattner-Institut am Griebnitzsee deutlich, um international führende Forschung und Lehre mit Fokus auf Künstliche Intelligenz zu ermöglichen. Gemeinsam senden wir ein klares Signal: für Bildung, Offenheit und Zukunftsfähigkeit. Europa braucht Orte, an denen Talente aus aller Welt frei denken, forschen und gestalten können – Potsdam wird ein solcher Ort sein", sagt Prof. Hasso Plattner.

  • Foto: Universität Potsdam / Kevin Ryl

  • Foto: Universität Potsdam / Kevin Ryl

  • Foto: Universität Potsdam / Kevin Ryl

Ein prägendes Kapitel

Von 2015 bis 2025 hat die Stiftung mehr als 50 Projekte in 20 Ländern gefördert. „Das erste Jahrzehnt der Stiftung war ein prägendes Kapitel, in dem wir gelernt haben, Chancen zu schaffen, welche die positive Wirkung unserer Projekte vertiefen“, sagt Hasso Plattner.    

Als Stiftung denken wir kontinuierlich darüber nach, wie wir einen positiven und nachhaltigen Wandel erzielen können. Und obwohl wir nie ausgelernt haben, ist uns eines bewusst: Es erfordert Mut, eine Idee zu verfolgen, und Entschlossenheit, um sie am Leben zu erhalten.

„Vertraut auf euren Innovationsgeist,“ sagte unser Stifter im September 2022 auf dem Design Thinking Festival in Kapstadt. Und wir folgen diesem Aufruf, indem wir unsere Projekte dazu befähigen, mutige Ideen zu verfolgen. Die nächsten zehn Jahre eröffnen neue Wege – wir freuen uns darauf, sie mitzugestalten.

Was uns prägt – Geschichten aus zehn Jahren HPF

Zum Jubiläum teilen wir Geschichten aus unserem Ökosystem – Momentaufnahmen der Menschen und Ideen, die es prägen. Von Juli bis Dezember 2025 veröffentlichen wir regelmäßig neue Beiträge auf unserer Jubiläumsseite. Wir laden Dich ein, dabei zu sein – und vielleicht selbst Inspiration zu finden.