Der Barberini Art Club – von jungen Menschen für junge Menschen
Museum Barberini
Anlässlich unseres 10. Jubiläums im Dezember 2025 stellen wir regelmäßig die Menschen, Projekte und ihre Ziele vor, die das Ökosystem der Stiftung prägen.
Heute besuchen wir das Museum Barberini, das für seine faszinierenden Ausstellungen und die Sammlung Hasso Plattner mit ihren 115 Meisterwerken des Impressionismus bekannt ist. Mit 40 Gemälden von Claude Monet zeigt es den zweitgrößten Werkkomplex dieses Künstlers in Europa außerhalb von Paris. Seit 2017 verzeichnete das Museum Barberini mehr als 2,6 Millionen Besucher*innen und hat sich in Deutschland und im Ausland einen Namen gemacht.
Mit dem Barberini Art Club führte es 2024 eine neue Initiative von jungen Menschen für junge Menschen ein. Eine ihrer Mitbegründerinnen, Benedicta von Wissmann, erzählt uns, wie alles begann und wie es heute läuft.
Hi Benedicta, bitte stell dich uns doch kurz vor.
Ich bin 24 und studiere zurzeit Museumsmanagement und Kommunikation in Berlin. Museen waren schon immer ein Teil meines Lebens – schon als Teenagerin bin ich mit Freund*innen gerne ins Museum gegangen. Nach meinem Studium der Sonderpädagogik stellte ich fest, dass ich helfen wollte, Museumserlebnisse von innen heraus zu gestalten, besonders für ein junges Publikum.
Anfang 2024 absolvierte ich ein Praktikum im Bildungsteam des Museum Barberini. Aus diesem Praktikum wurde eine Rolle als Museums-Guide, und im August gründete ich gemeinsam mit zwei Freundinnen den Barberini Art Club.
Wie kam es zu dieser Idee?
Uns war eine Lücke aufgefallen. Museen haben häufig tolle Programme für Kinder und Familien, doch Teenager*innen und junge Erwachsene werden oft übersehen. Wir wollten einen Raum schaffen, wo sich junge Menschen von 17 bis 30 Jahren willkommen, inspiriert und beteiligt fühlen. Darum geht es beim Art Club.
Was ist seit der Gründung passiert?
Bis dato haben wir über zehn Workshops veranstaltet, die alle stark nachgefragt waren. Die Energie ist der Wahnsinn! Zu sehen, wie Menschen sich austauschen und dann wiederkommen – das ist die beste Motivation.
Und wenn es einmal schwierig wird und du nicht weißt, wie es weitergeht – was hält dich am Laufen?
Ehrlich gesagt, sind es die Menschen. Jeder Workshop bringt neue Gesichter und originelle Ideen. Es macht Spaß, daran mitzuwirken, wie unsere Generation Kunst erlebt.
Was war bislang der schönste Moment für dich?
Unser erster Workshop. Die Reaktion war überwältigend – im besten Sinne. Das machte die ganze Planung lohnenswert und gab uns das Selbstvertrauen, weiterzumachen.
Was erhoffst du dir für die kommenden zehn Jahre?
Dass mehr junge Menschen Museen nicht nur als stille Orte sehen, an denen Tausend Regeln gelten – sondern als Orte der Energie, der Kreativität und der Gemeinschaft.
Was rätst du anderen, die – so wie du – mutige Ideen haben?
Einfach loslegen. Mit Menschen sprechen. Dinge ausprobieren. So haben wir auch angefangen, und dadurch entwickelten sich Ideen.
Vielen Dank, Benedicta.
Was uns prägt – Geschichten aus zehn Jahren HPF
Zum Jubiläum teilen wir Geschichten aus unserem Ökosystem – Momentaufnahmen der Menschen und Ideen, die es prägen. Von Juli bis Dezember 2025 veröffentlichen wir regelmäßig neue Beiträge auf unserer Jubiläumsseite. Wir laden Dich ein, dabei zu sein – und vielleicht selbst Inspiration zu finden.