Die digitale Zukunft der Kunstgeschichte

Wildenstein Plattner Institute und Navigating.art
Die digitale Zukunft der Kunstgeschichte

Viviane Wild. Painting shown: Claude Monet, Villas at Bordighera, 1884. Museum Barberini.

Wichtige Fakten

Schwerpunktbereich

Kunst + Kultur

Aktive Projekte seit

2016 - Wildenstein Plattner Institute
2024 - Navigating.art 

Aktuelles

Maximilien Luce, Die Seine bei der Pont Saint-Michel, 1900, Sammlung Hasso Plattner, Museum Barberini, Potsdam.

Netzwerke des Impressionismus

 

Das Museum Barberini, das Wildenstein Plattner Institute und Navigating.art geben die Gründung von „Networks of Impressionism“ bekannt, einem gemeinsamen digitalen Projekt, das die Erforschung, Erkundung und Erfahrung der Geschichten der impressionistischen Kunst in ihrem facettenreichen Kontext verbessert. Dieses Projekt verbindet die Forschung des Museum Barberini zu Werken aus der Sammlung Hasso Plattner mit der wissenschaftlichen Expertise und den digitalen Archiven des Wildenstein Plattner Institute – basierend auf der Technologie von Navigating.art. Das Ergebnis ist eine digitale Ressource, die sowohl der kunsthistorischen Forschung dient als auch Kunstvermittlung und internationale Zusammenarbeit unterstützt. Die Plattform soll im Herbst 2026 anlässlich der Ausstellung „Netzwerke des Impressionismus“ im Museum Barberini veröffentlicht werden.

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Wildenstein Plattner Institute, Inc.

Das Wildenstein Plattner Institute, Inc. erarbeitet digitale Werkverzeichnisse und Archivmaterialien sowie zugehörige kulturelle Formate, die kostenfrei öffentlich zugänglich sind. Das Institut bewahrt kulturelles Erbe, ermöglicht Menschen einen niedrigschwelligen Zugang und gibt der Forschung mit Hilfe von digitalen Methoden neue Impulse.

  • Renoir: Still Lifes as "Pierre-Auguste Renoir: Catalogue Raisonné Project. Herausgegeben und zusammengestellt vom Wildenstein Plattner Institute, Inc.

Navigating.art

Navigating.art stellt Kultureinrichtungen technische Werkzeuge zur Verfügung, um digitale Werkverzeichnisse und Archive für ein breites internationales Publikum erstellen und veröffentlichen zu können. Es bietet Lehrmaterialien für Forscher, die an Projekten zur digitalen Kunstgeschichte arbeiten, und sein Expertenteam hält regelmäßig Lehrveranstaltungen zur digitalen Zukunft kulturhistorischer Daten.

  • Mikhail Nilov und Hannah Danes: Pierre-Auguste Renoir – Catalogue Raisonné Project

Erfahrungsbericht

  • „Die Plattform ist unglaublich hilfreich, da sie ein ‚lebendes Dokument‘ ermöglicht – einen fertigen Werkkatalog, der sich jederzeit erweitern und anpassen lässt [...]. Das Wissen und die Unterstützung des Teams von Navigating.art haben uns die Gewissheit  gegeben, dass unser Projekt wirklich für einen langen Zeitraum angelegt ist, aber gleichzeitig wachsen und sich verändern kann.“

    Robert Mattison

    Direktor und Autor, Franz Kline Paintings 1950 – 1962

Werkverzeichnisse – unverzichtbar für das digitale Zeitalter

Ein Werkverzeichnis, auch „Catalogue Raisonné“ genannt, erfasst das gesamte Œuvre einer Künstlerin oder eines Künstlers. Seine Erstellung basiert auf jahrelanger wissenschaftlicher Recherche, einschließlich der Analyse von Primärquellen, Archiven, Verkaufsunterlagen und veröffentlichten Texten. Es dient als unverzichtbare Ressource für die Kunstwissenschaft und muss kontinuierlich aktualisiert werden, um neue Erkenntnisse und Forschungsergebnisse zu berücksichtigen.

  • Hannah Danes. Gauguin: Catalogue Raisonné of the Paintings. Edited and compiled by the Wildenstein Plattner Institute, Inc.

  • Edme-François Gersaint (1694–1750), Catalogue raisonné de coquilles et autre curiosités naturelles, Paris, 1736.

Digitalisierung schützt Kulturerbe

Digitale Werkverzeichnisse bieten Wissenschaftler*innen und Kunstinteressierten einen einfachen Online-Zugang zur Kunstgeschichte. Das WPI hat die Flexibilität digitaler Publikationen genutzt und einen neuen Ansatz für die Erstellung von Werkverzeichnissen entwickelt. Navigating.art unterstützt Kunstforscher*innen mit Bildungsressourcen und einer Plattform, auf der sie Werkverzeichnisse, Archivmaterial und andere digitale Publikationen erstellen und veröffentlichen können. Strukturierte und standardisierte Datenerfassung erhöhen die Transparenz und ermöglichen es Wissenschaftlern*innen, Verbindungen zwischen verwandten Kunstwerken und Archiven nachzuvollziehen.

  • Claude Monet: The Revised Catalogue Raisonné; The Pastels. Edited and compiled by the Wildenstein Plattner Institute, Inc.

  • Hannah Danes. Pierre-Auguste Renoir: Catalogue Raisonné Project

  • Viviane Wild. Kunstwerk: Claude Monet, Villas at Bordighera, 1884. Museum Barberini

Ausblick

Die Arbeit des WPI umfasst die Aktualisierung und Überarbeitung ausgewählter Nachlass-Publikationen des Wildenstein-Instituts sowie die Aufnahme neuer Catalogue-Raisonné-Projekte. Die WPI-Raisonné-Ausschüsse laden die Öffentlichkeit ein, Kunstwerke zur Begutachtung einzureichen.

Nach Claude Monet: The Revised Catalogue Raisonné; The Pastels entsteht über die Serie Nymphéas, Claude Monets Seerosen-Gemälde, nun auch der zweite Teil des digitalen Werkverzeichnisses des Künstlers. Diese Serie umfasst etwa 300 Werke und ist der Höhepunkt von Monets lebenslanger Faszination für Licht und Atmosphäre. Vielleicht mehr als jede andere Serie zeigen die Nymphéas Monets Einfluss auf die Kunst der beginnenden Moderne.

Um seinen Nutzern einen noch besseren Zugang bieten zu können, erweitert Navigating.art kontinuierlich die Funktionen seiner Plattform. Allein im Jahr 2025 werden vier neue Werkverzeichnisse über die Plattform veröffentlicht.

  • Claude Monet, Les nymphéas, paysage d’eau, 1906, Oil on canvas, 89.9 × 94.1 cm (35 3/8 × 37 1/16 in.) Art Institute of Chicago, Mr. and Mrs. Martin A. Ryerson Collection, 1933.1157

Meileinsteine

Wir konzentrieren unsere Ressourcen auf Projekte, von denen wir uns positiven gesellschaftlichen Wandel erhoffen. Unser Fokus liegt darauf, dass unsere philanthropischen Aktivitäten langfristig positive Auswirkungen auf die Menschen und Organisationen haben, mit denen wir zusammenarbeiten. Das erfordert Zeit, Ausdauer und eine unternehmerische Denkweise.

Weitere Projekte im Bereich Kunst + Kultur

Im Rahmen dieses Schwerpunkts unterstützt die Stiftung zusätzliche Initiativen wie:

Kontakt

Dr. Julian Fischer

Program Manager Art and Culture